Der AK Shalom für Gerechtigkeit und Frieden an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt teilt mit, dass nach Abschluss der Spendenaktion die Summe von 32.000 Euro nach Bonaventura in Kolumbien überwiesen werden konnte.
Ein Sprecher der Organisation in Bonaventura zeigte sich glücklich über die Möglichkeiten, die sich durch die Spendengelder ergeben würden. Er erklärte, dass sie die Ziele des Hauses, Friedensbildung zu betreiben, Workshops zu gestalten, Schutzräume für Jugendliche und Frauen anzubieten, noch besser umsetzen könnten.
So sei geplant, Treffen mit jeweils dreißig Personen zu organisieren, um über das Recht auf ihre kulturelle Identität zu sprechen. Es würden Treffen von Hebammen organisiert, die auch traditionelle Methoden und das Wissen der Geburtshelferinnen darüber in ihre Arbeit miteinbezögen.
Weiterhin würden Treffen zur Ausbildung in Kommunikation stattfinden. In Radioprogrammen und durch eine Fotoausstellung solle ebenfalls auf das Wissen der Geburtshelferinnen aufmerksam gemacht werden. Zudem plane die Casa Social Cultural y Memoria Ausstellungen und Wandmalereien, um die Kultur und die Geschichte der Afrokolumbianer sichtbarer zu machen. Es sei bereits ein Konzept für ein Museum entstanden, das die Lebensgeschichten von Frauen, die Gewalt erfahren haben, offenlege sowie deren Wege zum Umgang mit Traumata. Ziel sei es, den Frauen Selbstsicherheit zu vermitteln.
Der Shalompreis des AK Shalom für Gerechtigkeit und Frieden an der Katholischen Universität Eichstätt Ingolstadt wird seit 1981 verliehen. Es ist einer der höchstdotierten Menschenrechtspreise in Deutschland. Die Arbeit der Mitglieder ist ehrenamtlich. Das Preisgeld setzt sich ausschließlich aus Spenden von Privatpersonen sowie von einigen institutionellen Spendenden zusammen, wie dem Referat Weltkirche des Bistums Eichstätt, der Oswald-Stiftung und dem Rotary Club Eichstätt. Nähere Informationen unter: https://ak-shalom.org.
